Mahi Binébine: Der Himmel gibt, der Himmel nimmt.

Mahi Binebine

Am 9. Mai waren wir mit unseren rollenden Bücherkisten Teil der wunderbaren Lesung von Mahi Binébine im Literaturhaus Darmstadt.

Hier die Programmankündigung zitiert von Literaturhaus Darmstadt

Der marokkanische Autor und Maler Mahi Binébine greift ein Motiv auf, das deutschen Lesern durch Günter Grass vertraut ist: Ein Junge, der nicht wächst. Bei Binébine ist es gleich ein Baby, das nicht wachsen soll, weil ihn die Mutter bandagiert, um ihn als Krüppel tageweise an Bettlerinnen zu vermieten. Der Kleine, Krümelchen genannt, erregt das Mitleid der Passanten und lockert ihren Geldbeutel.

Krümelchen beobachtet die marokkanische Gesellschaft von unten. Er erzählt in der Ich-Form von der Grausamkeit der Mutter, von der Ausweglosigkeit seiner Brüder. Witzige Schwänke werden zu einem Entwicklungsroman, in dem ein anfangs hilfloses Wesen zu einem starken, autonomen Individuum wird.

Ein aktueller Roman über die Befreiung von der Mutter.

Mahi Binébine ist 1959 in Marrakesch geboren. Er arbeitete lange als Maler und Schriftsteller in Paris, New York und Madrid. Seine Bilder hängen u. a. im Guggenheim-Museum. Seine Bücher schreibt er auf Französisch. Bekannt wurde er u. a. durch den Roman „Les étoiles de Sidi Mounem“, der auch verfilmt wurde. Ein Auszug daraus soll an diesem Abend präsentiert werden.

Der Abend wird moderiert von Ruthard Stäblein.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €

Eine Kooperation mit dem Alondra Institute, Frankfurt a. M.